Wie Erde und Regen eines Sommers

Teil I: Der Beginn eines Traumes

Mini-Roman von Susanna

Gewidmet meinem Hörnchen Luisa … Ti amo per sempre, mia moglie amata!

Susanna trippelte aufgeregt von einem Fuß auf den anderen, während sie nervös immer wieder zu der großen Uhr blickte, die auf der Tafel mit den Abflugzeiten stets korrekt die Zeit angab. Inzwischen war es 10 Uhr an diesem Freitag und nachdem sie nun schon gut zwanzig Minuten gewartet hatte, weil sie viel zu früh beim Flughafen eingetroffen war, stieg ihre Aufregung merklich.

Jeden Moment würde Susanna sie zum ersten Mal wirklich sehen: Die Frau, an der sie vor einigen Wochen ihr Herz verloren hatte in einer Weise und mit einer Heftigkeit, dass sie selbst immer noch staunen musste. Luisa! Susanna hatte selbst keinerlei Erklärung für die Stärke ihrer Gefühle zu dieser eigentlich unbekannten Frau, der sie in einem Chat-Spiel für Erwachsene begegnet war; oder besser: deren Avatar. Bereits am zweiten oder dritten Tag, den Susanna in diesem erotischen Spiel als Suzy Shine verbracht hatte, war sie ihrer Corvy, wie Luisa im Game hieß, begegnet.

Am Strand hatte Suzy Jonny getroffen, der eigentlich Mario heißt und auf Elba lebt. Als eine, die sich im Herzen schon immer wie ein Mädchen vom Mittelmeer gefühlt hat, hatte sich Suzy mit ihren einigermaßen vernünftigen Italienischkenntnissen auf einen Flirt mit Jonny eingelassen, weil er Italiener war. Relativ schnell wurde Jonny gewahr, dass Suzy das Spiel eigentlich deshalb spielt, weil sie bisexuell ist, in ihrem realen Leben schon viele Jahre nichts mehr mit einer Frau hatte und aus Sehnsucht zu ihrem eigenen Geschlecht das Spiel nutzen wollte, um anderen spannenden Frauen zu begegnen und mit ihnen virtuell Sex zu haben. Um das auszunutzen machte er bereits nach wenigen Sätzen Werbung für eine Freundin, die er im Spiel hätte, die Italienerin sei, aber auch deutsch spräche. Er wolle sie ihr vorstellen, sie solle kurz warten, er chatte die Freundin an, so dass sie zum Strand kommen könnte …

Und dann kam sie: Corvy. Ihr wiegender Gang drückte Entschlossenheit aus und Selbstbewusstsein. Ihre Statur war so gar nicht girly, wie die vieler anderer Avatare, sondern sie wirkte energetisch, sportlich und muskulös. Ihr Gesichtsausdruck verriet eine kindliche Frechheit, wie bei einer, die ständig auf der Suche ist, ein neues Opfer für einen lustigen Streich oder eine erotische Falle zu finden. Ihre Haare: Ein Wuschelkopf, schulterlang, in drei Farben mit dem Grundton rabenschwarz. Doch was Suzy vor allem sofort wie ein süßer Schmerz traf, waren die beiden Hörnchen, die frech aus dem Wuschelkopf hervorlugten und Corvys Kopf provokant krönten.

Schon nach wenigen Sätzen war klar, dass diese Corvy viel zu aufregend und anziehend war, als dass Suzy sie als eine von vielen, denen man in solch einem Spiel Tag für Tag begegnet, ansehen könnte. Sie war sehr besonders. Ihre Anziehung war sehr besonders, so als existierte zwischen beiden eine besondere Chemie.
Dennoch dauerte es vierzehn Tage, bis die beiden erleben durften, wie besonders die Chemie wirklich war. Vierzehn Tage, in denen sie sich nicht mehr sahen, in denen sie sich jeden Tag anchatteten und nach einander fragten, wobei Suzy von Corvy dann gewohnt frech und sehr flirtend hingehalten wurde, sich beide aber sonst nicht mehr begegneten. Dann, Suzy hatte schon fast aufgegeben zu hoffen, sie könne dieser reizenden und spannenden Frau jemals näher kommen, chattete Corvy sie an und erzählte ihr, sie habe eine Überraschung für sie und müsse sich nur noch ein bisschen gedulden.

Es mussten noch weitere zwei, drei Tage vergehen, bis sich Suzy nicht mehr länger hinhalten ließ und darauf drängte zu erfahren, welche Überraschung das denn sein könne. In gewohnt frecher Manier gab Corvy nach und lud die neugierige Suzy zu sich in ihr virtuelles Appartement ein …
Was daraus erwuchs, waren wundervolle gemeinsame Stunden, in denen sich die beiden Avatare festhielten, miteinander kuschelten, sich Geschichten erzählten, gemeinsam albern kicherten und sich schließlich mit einer Intensität liebten, dass es den sie spielenden echten beiden Frauen Susanna und Luisa glatt die Sprache verschlug.

Doch das war nur der Anfang einiger verrückter Tage, die die beiden wie in einem Rausch erlebten! Sobald es ihnen das „normale Leben“ ermöglichte, eilten sie in ihre virtuelle Welt, um dort übereinander herzufallen und sich innig zu lieben. Mit jeder Stunde, die beide miteinander verbrachten, wurden ihre Vertrautheit größer und ihre Gefühle tiefer.
Die beiden Turteltauben waren noch keine fünf Tage ein Pärchen in ihrer virtuellen Traumwelt, als Corvy ganz zaghaft anhob und ihrer „Principessa“, wie sie Suzy nannte, die Frage stellte, ob sie sich auch vorstellen könne, im Spiel zu heiraten. Corvy hatte es bewusst so formuliert, das es möglichst unverbindlich klang und nicht etwa so, als habe sie wirklich vor, ihre virtuelle Geliebte auch im Spiel zu ehelichen. Schließlich war sie ein sehr freier Geist, ein wildes Mädchen, das ihre Freiheit genoss und bisher niemals daran gedacht hätte, sich fest zu binden. Aber irgendetwas an der Bindung zu ihrer Suzy war völlig anders.

Für Suzy wiederum war diese augenscheinlich ganz allgemein gehaltene Frage so, als habe Corvy einen Schalter in ihrem Herzen umgelegt und sie konnte fortan nur noch daran denken, die Frau von Corvy zu werden und ihr mit all ihrer Liebe ihr Herz zu schenken. Über Tage versuchte sie, in alles, was ihre Corvy ihr sagte hineinzuhorchen, zu fühlen, ob das, was sie empfand wirklich echt war und tief genug, um solch einen Schritt zu vollziehen und sie stellte sich mehrfach sehr ernsthaft die Frage, ob das etwas sein könne, was mehr war als ein nettes Add-on zu einem unterhaltsamen Erwachsenenspiel. Aber sie musste nicht lange in sich suchen, um die Gewissheit zu finden, dass sie Corvy ganz gehören wollte!

Während sich die beiden Frauen Suzy und Corvy weiterhin in ihrer Welt trafen und sich ihrem Verliebtsein hingaben, plante Suzy ganz genau den Moment, an dem sie ihr geliebtes „Hörnchen“ um ihre Hand bitten wollte. Je näher dieser entscheidende Augenblick rückte, um so aufgeregter wurde sie.
Schließlich war der Moment gekommen. Suzy hatte alles vorbereitet: Sie trug ein süßes weißes Kleidchen und weiße Katzenohren. Sie hatte ihren normalen virtuellen Raum, eine tropische Insel, ersetzt durch eine süße, kleine, weiß-blaue Kapelle, in der sie vor ihrer geliebten Corvy niederknien und sie um ihre Hand bitten wollte. Endlich kam ihre Braut online. Suzy wartete nervös vor der Kapelle und bat Corvy noch, sie möge sich ein wenig festlich kleiden. Ob ihre Angebetete da wohl schon wusste, was jetzt kommen würde?

Als die beiden sich dann endlich gegenüber standen, füllten sich die Augen von Susanna in der echten Welt mit Tränen. Sie war so überwältigt von all den wundervollen Gefühlen und schwebte wie im siebten Himmel. Gemeinsam mit Luisa als Corvy schritt sie als Suzy zum Alter in der kleinen Kapelle, fiel dann auf ihre Knie und sprach die Worte:

»Corvy, ich nehme Dich an als meine Ehefrau. Ich verspreche dir die Treue in guten und in schlechten Tagen, in Gesundheit und Krankheit. Ich will Dich lieben, achten und ehren, solange ich darf. Trage diesen Ring als Zeichen unserer Liebe und Treue.«

Die Antwort war ein langer Kuss, die Lippen der beiden frisch Vermählten ruhten auf dem Mund der jeweils anderen und von oben regneten Rosenblütenblätter herab auf das Paar. Suzy befand sich im Himmel, Susanna ebenso.

Ab diesem Zeitpunkt war das süße Paar im Spiel untrennbar. Mit jedem Tag, den sie gemeinsam in ihrer Traumwelt verbrachten, kamen sie sich näher. Sie verrieten sich ihre Geheimnisse, sprachen ganz offen über alles, lernten die Vorlieben der anderen kennen und spürten immer deutlicher, dass sie bei aller Unterschiedlichkeit der Gewohnheiten doch wie verwandte Seelen waren.
Während sie durch virtuelle Welten tanzten, sich an digitalen Stränden in Armen hielten und sich auf Betten aus Pixeln bis zum Höhepunkt liebten, wuchs die Anziehung zwischen den beiden Frauen so stark, dass sie schon bald anfingen, sich per Discord auch im echten Leben anzuflirten.

Immer stärker wurde der Wunsch, mehr zu sein, als bloße virtuelle Partner. Die Zeit, die beide zusammen in dem Chatspiel verbrachten, war herrlich. Aber beide wussten, dass es umso schöner sein würde, alles das, was sie bereits teilten, auch im echten Leben zu teilen.

Und so schmiedeten sie ganz unvernünftig einen Plan, der Susanna nun an diesem Freitag an den Flughafen Memmingen gebracht hatte, wo sie nervös auf Luisa wartete: Luisa, die sie bereits abgöttisch liebte, ohne ihr auch je wirklich begegnet zu sein. Auch das machte Susanna nervös, es war so verrückt! Was, wenn die echte Luisa so ganz anders war, wie ihre Corvy im Spiel? Optisch würde sie keine Überraschung erwarten, denn beide hatten sich schon zum gegenseitigen Anheizen private Fotos gesendet und so wussten die Frauen nicht nur, was sie optisch zu erwarten hatten, sondern beide hatten sich auch sofort in das wahre Aussehen der Angebeteten verliebt. Susanna konnte es nicht mehr erwarten, endlich in diese dunklen warmen Augen zu blicken, mit fahrigen Händen durch Luisas wuscheligen Haare zu wühlen und ihren Schatz auf dieses zauberhafte und gleichzeitig mysteriöse Lächeln zu küssen, das sie von den Fotos her kannte und immer wieder in den letzten Wochen verzaubert angehimmelt hatte.

Doch Luisa kam nicht. Es war bereits zehn Minuten nach der vereinbarten Uhrzeit, aber ihre Liebste war nicht auszumachen. Immer wieder blickte Susanna fickerig auf die Uhr der Anzeigetafel, dann auf ihre eigene Uhr an ihrem Handgelenk, die aber das selbe anzeigte und keine neue Antwort geben konnte. Susanna versuchte sich damit zu beruhigen, dass sie sich eben in eine Italienerin verliebt hatte, noch dazu eine aus dem tiefen Süden, da ist alles unterhalb von dreizig Minuten noch pünktlich. Nichts desto trotz machte es Susanna nicht unbedingt ruhiger zu sehen, wie Minute um Minute vor ihren Augen verstrich und der Zeitpunkt des Abflugs näher rückte.

Susanna wollte gerade eben schon ihr Smartphone zücken, um ihrer Angebeteten eine Nachricht zu senden und zu fragen, ob sie noch im Verkehr stecke oder wo sie bleibe, als ihr Blick wie magisch zum Eingang gezogen wurde. Soeben hatte eine Frau den Haupteingang durchschritten, einen Trolley hinter sich herziehend. Ihre vollen schwarzen Haare fielen ihr in weichen Wellen über die Schultern und aus warmen dunklen Augen scannte sie die Abflughalle auf der Suche nach der Frau, die sie auf ihre Insel entführen wollte. Susanna hielt die Luft an, während sie ganz unbewusst versuchte, jeden Zentimeter ihrer Luisa in sich aufzusaugen, damit ihr auch ja nichts entginge. Über den schwarzen Augen ihrer Geliebten fein geschwungene und akkurat gepflegte Augenbrauen. Die Mitte von Luisas klassischem Gesicht krönte eine edel geschwungene Nase, wie sie typisch für die Nachfahren all der italienischen Völker ist, aus denen einst ein großes Reich hervorgegangen war, das die Geschicke der bekannten Menschheit über Jahrhunderte bestimmte. Eine besondere Anziehung übten Luisas volle und erotisch geformte Lippen auf Susanna aus. Aber nicht nur, weil sie so schön geraten waren, sondern weil Luisa damit ihr ganz spezielles Lächeln verschenken konnte, das Susanna eine Welt bedeutete!

Und kaum hatte Luisa ihre Prinzessin in der Halle entdeckt, bedachte sie sie mit einem dieser außergewöhnlichen Lächeln, in denen so viel verborgen lag und die auf der Stelle Hitzewallungen bei Susanna auslösten, die mit offenem Mund zurückblieb und sich mit ihren kindlich geweiteten Augen an das Lächeln klammerte. Es war sowohl süß und lieb, als auch mysteriös und auf ganz betörende Art und Weise frech. Es signalisierte dem Empfänger deutlich: »Hey, Du wirst mir nicht widerstehen können, also versuche es gar nicht, sondern gib‘ Dich mir hin und es wird Dir wohl ergehen.« Susanna hatte sich ihrer Liebsten längst ergeben.

Als Susanna endlich realisiert hatte, dass da wirklich gerade eben ihre Angebetete den Raum betreten hatte, gab es kein Halten mehr. Sie stolperte beinahe über ihren eigenen Koffer, als sie wie bei einem Sprint auf Luisa zu rannte und mit einem lauten Lachen, das wie das Klingeln von Glöckchen klang und aus ihrem tiefsten Inneren zu kommen schien, der herbeigesehnten Liebe um den Hals flog und ihr das Gesicht lachend und mit Tränen der Freude in den Augen über und über mit Küssen bedeckte.

»Ha ha ha, Schatz, da hat mich wohl jemand erwartet“, lachte Luisa über die stürmische Begrüßung ihrer Geliebten.
»Na was denkst Du? Ich hatte schon Angst, Du hättest es Dir anders überlegt und würdest nicht kommen«, jammerte Susanna betont leidend und grinste dann fröhlich.
»Alles gut mein Schatz, jetzt bin ich doch da, jetzt wird alles gut.«

Die beiden Frauen hielten sich im Arm und lehnten ihre Stirn aneinander, schlossen die Augen und versuchten instinktiv, diesen besonderen Moment mit all ihren Sinnen festzuhalten. Über Wochen hatten sie sich in diesem Spiel umgarnt, angeflirtet, sich ineinander verliebt, immer mehr voneinander kennengelernt und irgendwann verstanden, dass sie mit dieser Frau auch im echten Leben zusammen sein wollten. Und nun war der Zeitpunkt nach all dem Sehnen endlich da und sie fühlten sich wirklich. Sie beührten sich wirklich, konnten den Duft der anderen tatsächlich wahrnehmen und fühlten ganz real, wie es sich anfühlte, die geliebte Frau im echten Leben zu halten.
Es war schöner als sie es sich erträumt hatten.

»Ich habe mich nach diesem Moment so sehr gesehnt, Schatz«, schluchzte Susanna mit erstickter Stimme, die jetzt, nachdem all die Abspannung von ihr abfallen konnte, tatsächlich zu weinen begann.
Luisa lachte entzückt und küsste ihrer Prinzessin die feuchten Wangen. »Oh je, Schatzi, wein‘ doch nicht, jetzt ist doch alles gut, ich bin hier.«
»Ja, das bist du. Und das macht mich zur glücklichsten Frau auf der Welt. Halt mich fest Süße!«
»Ha ha, das tue ich doch bereits so sehr, dass ich Angst hab‘, meine dünne Frau zu zerquetschen!«
Susanna kicherte, sie liebte Luisas frechen Humor so sehr und strahlte übers ganze tränenverschmierte Gesicht. »Keine Sorge, ich seh‘ nur so zerbrechlich aus, ich halte einem Vulkan wie dir schon stand!«

Sie wischte sich kichernd die Tränen aus den Augen und von den Wangen.
»Schau‘ nur, wie doof deine Princy heult, wie ein kleines Mädchen, die alte Kuh. Ich hab‘ mir bestimmt jetzt meinen ganzen Kajal verschmiert!«
Luisa lachte vergnügt und freute sich gleichzeitig sehr, dass ihre Susanna im echten Leben wohl ganz genauso war wie sie sie im Spiel kennengelernt und sich verliebt hatte.
»Ach Princy, du siehst wunderschön aus wie immer, mach dir doch keine Sorgen um deine Schminke!«

Beide Frauen lachten und fanden dann ganz wie von selbst die Lippen der anderen. Als sich ihre Lippen berührten – zum ersten Mal wirklich und ganz real im echten Leben – lief ein Schauer durch ihre beiden Körper. Über ihre Münder hinweg blickten sie sich wie in einem Moment großer Überraschung gegenseitig in die geweiteten Augen, so als würden sie sich jetzt gerade eben erst wirklich erkennen. Und als das Gefühl der Gewissheit immer mehr Besitz von ihnen eingenommen hatte, schlossen beide die Augen, öffneten leicht ihre Lippen und schoben zaghaft aber neugierig ihre Zungen hervor, die sich wie in einer elektrischen Entladung trafen und beiden ein glückliches Seufzen entlockten.

Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit, bis die beiden Frauen wieder ihre Zungen entwirrten, voneinander ließen und sich ein wenig atemlos aber sehr glücklich anblickten.

»Da bist Du ja!« flüsterte Susanna mit einem frohen Lächeln.
»Ja, und da bist auch Du, Schatz«, entgegnete Luisa lächelnd. »Bist du bereit für unser großes Abenteuer.«
»Das bin ich schon so lange, süßes Hörnchen, ich habe nur auf diesen Moment gewartet.«
»Dann lass uns los, cucciola, unser Flieger wartet. In zwei Stunden landen wir in Palermo und ich werde Dir meine Insel zeigen. Wollen wir?«

Susanna lehnte sich zu ihrer Liebsten vor und gab ihr als Antwort einen freudigen Kuss auf den Mund. »Los, gehen wir.«
»Ja«, antwortete Luisa zufrieden, »lass uns gehen. Adesso inizia nostra storia!«

Die beiden Frauen hackten sich ein, schnappten sich ihre Koffer und begaben sich zum Check-in des Flughafens. Ihr Abenteuer hatte begonnen und beide waren so aufgeregt und neugierig, was sie nun in der Folge alles erwarten würde. Während sich Luisa und ihre Susanna in der Schlange vor dem Check-in von den anderen Reisenden nach vorne schieben ließen, während sie sich immer wieder freudig küssten und dazwischen quasselten und kicherten, gab es reihum nicht wenige Mitreisende, die schmunzelnd staunten, welche außergewöhnliche Energie diese beiden Liebenden ausstrahlten.